Funk

Die Entwicklung des Funk

Funk bezeichnet eine Musikrichtung, die sich in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in den USA entwickelt hat. Die ersten Protagonisten entstammten hierbei oftmals der afroamerikanischen Kultur. Wann genau der Funk entstanden ist und von wem die Entstehung dieser Musikrichtung initiiert wurde, wird in Fachkreisen – wie so oft – kontrovers diskutiert. Da Musikrichtungen nie abrupt und spontan entstehen, sondern vielmehr Teil eines Entwicklungsprozesses der Musik sind, lässt sich ähnliches auch für den Funk annehmen. In der Tat reiht sich der Funk in eine generelle Entwicklung der Musik in Europa und Nordamerika ein. Während insbesondere in der europäischen Klassik die Melodie maßgeblich war, traten in den von der afroamerikanischen Diaspora in den USA gespielten Musikrichtungen vermehrt rhythmische Elemente in den Vordergrund und erzeugten somit ein neues Verhältnis zwischen Rhythmik und Melodie. Besonders auffällig war dies im Blues, Jazz aber auch in der Soul beziehungsweise Gospel Musik.

Aus dieser Neubewertung des Verhältnisses zwischen Melodie und Rhythmus kristallisierte sich neben den oben genannten Musikformen auch der Funk heraus. Das Charakteristische an ihm war eine repetitive, die „Eins“ betonende Grundrhythmik und synkopische Basslinien. Zudem spielten Bläser und die Rhythmusgitarre eine wichtige Rolle in dieser Musik. Meist hatten die Sänger überdies eine sehr soulige Ausprägung ihrer Stimme.

Zu Anfang wurde der Funk vor allem durch klassische Bands gespielt, die sich in ihrer Zusammensetzung oftmals nicht wesentlich von Rock oder Jazz Bands unterschieden. Als Protagonisten dieses klassischen Funkstils seien hier James Brown, Sly Stone oder George Clinton genannt. Mit dem Aufkommen der Computertechnik und dem Synthesizer in der Musik entwickelte auch der Funk sich mehr und mehr in diese Richtung, so dass er schließlich eine Symbiose mit der Disco-Musik einging. Daneben entstanden im Untergrund aber immer wieder musikalische Weiterentwicklungen des Funk, die meist einen Cross-Over mit anderen Stilen wie Jazz, Metal, Punk oder HipHop zum Inhalt hatten.