Reggae

Reggae – wer hat bei diesem Stichwort nicht sofort einen ganz bestimmten Song, einen unverwechselbaren Groove im Kopf? Diese Musikrichtung erfreut sich immer größerer Beliebtheit, obwohl – und das wird die meisten jetzt überraschen – der Reggae eine eher neue Stilrichtung darstellt.

Er entstand nämlich erst Ende der 60er Jahre unter dem Einfluss amerikanischer Musikstile wie zum Beispiel Soul, Country und Jazz in Jamaika. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes “Reggae” ist unklar, manche meinen, dass diese Bezeichnung aus dem lateinischen stammt – von “rex”, zu Deutsch “der König”.

Das wesentliche Erkennungsmerkmal des Reggae ist sein Rhythmus. Die starke, akzentuierte Betonung der “zwei” und der “vier” des Taktes verleiht ihm seinen einzigartigen und sofort erkennbaren Klang.

Die Popularität des Reggae ging Hand in Hand mit der seiner Proponenten. Muss Bob Marley in diesem Zusammenhang überhaupt erwähnt werden? Ja! Er muss! Marley ist Reggae, und Reggae ist Marley. Ihm ist es als einzigem gelungen, auch über seinen viel zu frühen Tod hinaus, nicht nur unvergessen zu bleiben – er lebt weiter, ein Phänomen, vergleichbar vielleicht gerade noch mit Elvis Presley.

Bob Marley wurde 1945 in Jamaika geboren und starb 1981 in Florida, er litt unter Hautkrebs. Mit seiner Band, den Wailers, machte er aber in den 70er Jahren den Reggae weltberühmt, es seien hier nur seine größten Hits “No woman, no Cry”, “Get up, stand up” oder “I shot the sheriff” erwähnt. Um wie viel ärmer wäre die Musik heute ohne diesen großen Künstler?

Jedenfalls fand der Reggae rasch überall in der Welt eine immer stärkere Fangemeinde, und diese Stilrichtung blieb nicht mehr nur farbigen Musikern vorgehalten. Auch die deutsche Gruppe Spliff versuchte sich im Reggae, und die britische Band UB40 ist ebenfalls in einem Atemzug mit “Reggae” zu nennen – “red red wine” hieß deren größter Hit, und er wird heute noch weltweit auf und ab gespielt.