Rhythm and Blues (RnB)

Die Abkürzung RnB steht für die Musikrichtung Rhythm and Blues. RnB ist eine, aus der afroamerikanischen Kultur stammende Stilrichtung des Blues. Auf Grund der diskriminierenden Bezeichnung Race Music und einem daraus entstandenen Rechtsstreit tauchte der Begriff des RnB erstmals in den 1940er Jahren auf. Bis heute gilt der Begriff RnB als ein Sammelbegriff für afroamerikanische Popmusik.

RnB-Gruppen entstanden aus Kostengründen, da die in den 40er Jahren vorherrschenden Big Bands den Radiosendern zu teuer wurden und die billigen und kleineren RnB-Combos somit immer beliebter bei den Radiostationen wurden. Die Unterhaltung des Publikums stand beim RnB im Vordergrund und einer der ersten bekannten Entertainer war Louis Jordan. Während der 50er Jahren vermischte sich die bis dato eher schwarze Hörerschaft mit mehr und mehr weißen Zuhörern. Gerade der Mix zwischen dem RnB und Rock ‘n’ Roll, zu nennen wäre hier der Künstler Chuck Berry, beschleunigte diese Vermischung und vermehrt engagierten sich auch weiße Künstler im Bereich des RnB. Künstler wie Ray Jones etablierten in diesen Jahren auch eine andere Untergruppe des RnB – den Soul. Dieser Musikstil beschäftigte sich mitunter mit den immer noch geringen Rechten der Afroamerikaner. Weiterhin entwickelte sich aus dem RnB die Musikrichtung Funk. Bekannte Künstler der 50er und 60er Jahre waren Stevie Wonder, Marvin Gaye oder auch James Brown.

Nach einer eher ruhigeren Dekade in den 70er Jahren (“Disco”) tauchte der Begriff des RnB wieder in den 80er Jahren durch Künstler wie Michael Jackson oder Whitney Houston auf. Aufgrund der immer stärker zunehmenden Bedeutung des Rap findet eine Vermischung dieser Stile stand. Vertretend für diese Mischung stehen Künstler wie P. Diddy, R.Kelly oder Aaliyah. Eine enge Zusammenarbeit dieser beiden Stile besteht bis heute. Benannt ist dieser Mix-Stil als Hip-Hop Soul. Bekannte deutsche Künstler sind zum Beispiel Joy Denalane, Cassandra Steen, Nadja Benaissa oder auch der Soul-Sänger Xavier Naidoo.